8. Anwendungen der Korrelationsfunktion der Urprinzipien


                                    "Die Naturwissenschaft beruht auf der Überzeugung, dass das Universum algorithmisch komprimierbar ist. Die moderne Suche nach einer Theorie für Alles ist letztlich Ausdruck dieser Überzeugung, einer Überzeugung also, dass es für die Logik hinter den Eigenschaften des Weltalls eine abgekürzte Darstellung gibt, die sich in endlicher Form durch Menschen niederschreiben lässt." 4

Wenn die Korrelationsfunktion H(phi) zur Beschreibung der Wechselwirkungen von Urprinzipien geeignet sein soll, muss sie bestimmten Bedingungen genügen, die aus den Erfahrungen mit der Entwicklung von physikalisch - mathematischen Theorien gewonnen wurden:

a) Eine große Klasse von Beobachtungen kann mit einem einfachen mathematischen Modell, das auf wenigen Elementen beruht, beschrieben werden.

b) Voraussagen und Ergebnisse werden erhalten, die noch nicht gemacht wurden.

Die Korrelationsfunktion H(phi) ist einfach. Durch Wiederholungen des Grundmusters der 12 Frequenzen ("fraktale Struktur") lassen sich höhere Ordnungen und komplizierte Vorgänge und Sachverhalte beschreiben, wobei dann allerdings auch der Rechenaufwand steigt, weil sehr viele Schwingungen überlagert werden müssen.
Die Korrelationsfunktion ist eine Lösung der Differentialgleichung der Wellenfunktion. Damit lassen sich auch die Interpretationen der Quantenphysik auf die Wirkungen der Urprinzipien anwenden. Durch Hinzunahme der konjugiert komplexen Korrelationsfunktion H*(f) werden Informationen beschrieben (Die Energien sind viel zu klein, um materielle Wirkungen messen zu können). Aussagen zu den harmonischen und disharmonischen Zuständen können als wahrscheinliche Entwicklungszustände aufgefasst werden.
Als ein Anwendungsbeispiel für H(phi) soll die erste Ordnung (Bild 3) betrachtet werden. Da es die tiefsten Frequenzen sind, müssen sie für längere Zeiträume als Grundstrukturen ihre Bedeutung haben.
Auch wenn wir manchmal glauben, von kosmischen Zyklen wie Tag und Nacht, Sommer und Winter unabhängig zu sein, existieren sie nach wie vor in vielfältiger Weise. Ein solcher Zyklus ist der Lebenslauf des Menschen.
Aus der Entwicklungspsychologie sind allgemein Zeiten für Lebenskrisen (z.B. Pupertätskrise, Midlife-Crisis), aber auch für Hoch-Zeiten (z. B."die besten Jahre") bekannt. Hier lassen sich disharmonische und harmonische Zeitabschnitte dahinter vermuten, die für jede Biographie mehr oder weniger von Bedeutung sein können. Und dabei wird auch schon das Problem sichtbar: nicht jeder Mensch empfindet die Zeit um die Mitte des Lebens als Midlife-Crisis, sondern vielleicht sogar als eine Zeit eines glücklichen Neuanfangs ohne Crisis oder sie geht ohne größere Ereignisse vorüber.
Zur Beschreibung der Harmonien (Höhen) und Disharmonien (Krisen) im Lebenslauf wird davon ausgegangen, dass alle Urprinzipien zum Zeitpunkt der Geburt bei 0 Grad im Lebenszyklus stehen. Desweiteren werden nur die Korrelationen der Urprinzipien Wachstum, Konzentration, Spontanität, Versöhnung und Transformation mit sich selbst betrachtet (Autokorrelationen). Im Laufe eines Lebens bilden diese Urprinzipien mit ihrer Geburtsstellung zeitabhängige Winkel, die dann mittels der Korrelationsfunktion H(phi) eine Harmonie oder Disharmonie anzeigen. Als Zeiger der Sphären der Urprinzipien wurden die Materiekonzentrationen der Planetenörter genommen.

Bild 5. Die Autokorrelation der Urprinzipien Wachstum, Konzentration, Spontanität, Versöhnung und Transformation.

Da die Bahngeschwindigkeiten nicht konstant sind, wurden die mittleren Umlaufzeiten der Planeten genommen. Damit werden die eventuell "generationsbedingten" Verschiebungen der Krisen und Höhepunkte eliminiert.
In Bild 5 sind die Autokorrelationen der Urprinzipien von der Geburt bis zum 12. Lebensjahr dargestellt. Aus den Kurven ist ersichtlich, dass zunächst die Veränderungen des Prinzips Wachstum dominieren, später kommt dann noch das Prinzip Konzentration hinzu. Die Überlagerung dieser Kurven zeigt Bild 6.
Eine Umfrage unter Eltern, die Kinder in diesem Lebensabschnitt haben, hat eine deutliche Übereinstimmung mit den Höhen und Tiefen in Bild 6 ergeben. Kinder um das vierte (erster Höhepunkt der Kindheit) und zehnte Lebensjahr sind relativ harmonisch. Das ist auch in der bildenden Kunst bekannt 5 .
Auf eine ausführliche Interpretation der Kurven muss an dieser Stelle verzichtet werden.

Bild 6. Die Überlagerung der Autokorrelationen der Urprinzipien Wachstum, Konzentration, Spontanität, Versöhnung und Transformation.

Anders sehen die Kurven in der Lebensmitte aus (Bild 7 und 8). Die Urprinzipien Versöhnung und Spontanität sind beide gleichzeitig über meherere Jahre disharmonisch, zusätzlich können in diesem Zeitraum noch das Wachstum und die Konzentration disharmonisch werden. Die differenzierte Betrachtung der Urprinzipien eröffnet vor allem in der Lebensberatung und Biographiearbeit viele Möglichkeiten. Denn Wachstum bedeutet in diesem Lebensabschnitt ja nicht mehr das physische Wachstum (obwohl das unangenehmerweise auch vorkommen kann), sondern seelisches und zunehmend geistiges Wachstum.
Die individuell für das Geburtsdatum eines Menschen berechneten Kurven können von den hier veröffentlichten allgemeinen Kurven sehr stark abweichen. Das trifft sowohl auf die Höhen und Tiefen, aber auch auf die Zeitabschnitte von Harmonie und Disharmonie zu.

Bild 7. Die Autokorrelation der Urprinzipien Wachstum, Konzentration, Spontanität, Versöhnung und Transformation in der Mitte des Lebens

Bild 8. Die Überlagerung der Autokorrelationen der Urprinzipien Wachstum, Konzentration, Spontanität, Versöhnung und Transformation zeigt deutlich die größte Disharmonie in der Mitte des Lebens.

Die Autokorrelation der Urprinzipien Wachstum, Konzentration, Spontanität, Versöhnung und Transformation in ihrer 1. Ordnung ist die einfachste Anwendung der Korrelationsfunktion H(phi). Die Übereinstimmung mit allgemeinen Aussagen der Entwicklungspsychologie ist gut.
Eine Hinzunahme von Wechselwirkungen der Urprinzipien untereinander (Kreuzkorrelationen) führt zu einem stärkeren Einfluss des Geburtsdatums, wirft aber auch gleichzeitig die Frage nach der Wichtung von Auto- und Kreuzkorrelationen auf. Solche Kurven sind dann nicht mehr allgemeingültig, sondern stärker auf das Individuum bezogen.
Mit der Einbeziehung von Auto- und Kreuzkorrelationen führt die mathematische Darstellung der Wechselwirkung auf Korrelationsmatrizen.

Eine Richtung der Astrologie geht davon aus, dass die räumliche Stellung der Planeten im Sonnensystem geeignet ist, den Zustand der Urprinzipien anzuzeigen. Die Wechselwirkungen werden durch Aspekte (Winkel) ausgedrückt. Sieht man von "Modeerscheinungen" in der Astrologie ab und beschränkt sich auf die althergebrachten Aspekte, so ist die Korrelationsfunktion H(phi) geeignet, alle diese Wechselwirkungen quantitativ zu beschreiben.
So lässt sich die Zeitqualität bei der Geburt eines Menschen mit der 3. Ordnung von H(phi) als Korrelationsmatrix angeben. Transite, die oft für Voraussagen genommen werden, lassen sich mit Matrizen darstellen, die die 7. Ordnung der Korrelationsfunktion enthalten 6 . Unter Transiten werden dabei die Korrelationen der aktuellen Planetenörter mit den Stellungen der Planeten zum Zeitpunkt der Geburt verstanden.
Versucht man, die Korrelationsfunktion physikalisch zu interpretieren, so kann man den Wechsel von Harmonie und Disharmonie als Feld im Raum zwischen den Planeten annehmen. Betrachtet man nur zwei Planeten, so zeigt die Struktur das Bild 9. Die Bahn der Erde verläuft dann irgendwo im Raum und ist dem Wechsel von Harmonie und Disharmonie ausgesetzt. Obwohl die geometrische Struktur in Bild 9 aussieht wie das Feld zwischen zwei elektrischen Leitern, ist dem nicht so. Die Linien zeigen nur die Digitalisierung der Änderungen der Korrelationsfunktion an.

Bild 9. Korrelation zweier Urprinzipien im Raum. Dargestellt sind die Linien konstanter Korrelation.

Eine physikalische Interpretierung, etwa als eine Überlagerung von skalaren Feldern, macht es notwendig, sogenannte virtuelle Planeten einzuführen, die neben dem physischen Planeten existieren würden und verschiedene Bahngeschwindigkeiten hätten. Das Zusammentreten der virtuellen und reellen Planeten zu bestimmten Gruppen äußert sich dann als ein wirksamer Aspekt 7 .
In Bild 10 ist das Harmoniefeld für drei zufällig plazierte Planeten dargestellt. Es zeigt bereits in dieser vereinfachten Darstellung die Komplexität der im Raum gebildeten Strukturen. Die Erde auf ihrer Bahn, aber auch eine Raumsonde, ist in diesem durch die 10 wirksamen Sphären gebildeten Feld ständigen Veränderungen bezüglich der Zeitqualität ausgesetzt.

Bild 10. Korrelation dreier Urprinzipien im Raum. Dargestellt sind die Linien konstanter Korrelation. Die Anordnung ist zufällig gewählt, andere Anordnungen ergeben auch andere Strukturen.

Die Mathematisierung der Astrologie zeigt auch zugleich die Schwierigkeiten der Astrologie:

                                    a) Die Vielzahl der Wechselwirkungen ist rational nicht oder nur sehr schwer erfassbar. (Deshalb wird eine Auswahl getroffen, die auch nur qualitativ und subjektiv bewertet werden kann - "intuitive - Wertung".)

b) Die Deutung von harmonischen und disharmonischen Zuständen macht es schwierig, eindeutige Aussagen zu machen. (Ohne eine eingehende Kenntnis der Person dürfte es sehr schwer sein, konkrete Lebenshilfe zu leisten.)

c) Voraussagen aus harmonischen und disharmonischen Zeitqualitäten zu treffen, muß in unserer Zeit praktisch unmöglich sein, da der Freiheitsgrad der meisten Individuen (für den Astrologen) unüberschaubar ist.


Dennoch, und das macht auch die große Beliebtheit der Astrologie aus, sind viele Menschen direkt oder indirekt an ihrer Persönlichkeit, an ihrer Entwicklung und an ihrem Lebensplan interessiert. Und die Astrologie wendet die Urprinzipien dafür an.


4 John D. BARROW, Theorien für Alles - Die Suche nach der Weltformel, (1994), S. 25

5 Gottfried BAMMES: Der nackte Mensch - Hand und Lehrbuch der Anatomie für Künstler (1973), S.121

6 M. NITSCHE: System der Astralen Evolution (1995), Forschungsbericht.

7 Ebd..


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